Energiekostenanalyse für Nichtwohngebäude

Technische Tiefenanalyse für belastbare Entscheidungen und nachhaltige Kostensenkung

Die Energiekostenanalyse ist der konsequente nächste Schritt nach der EPA. Die EPA bietet zunächst eine erste, datenbasierte Orientierung. Die Energiekostenanalyse geht deutlich weiter: Sie liefert eine vollständige technische und kaufmännische Durchdringung Ihres Energieverbrauchs – präzise, strukturiert und unabhängig.

Dadurch erhalten Sie eine valide Entscheidungsgrundlage. Sie erfahren, ob und welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie hoch die realistischen Einsparpotenziale sind und welche Optimierungen sich kurzfristig, mittelfristig oder langfristig lohnen.

Unternehmen stehen heute vor steigenden Energiepreisen. Zudem wachsen die regulatorischen Anforderungen und der Bedarf an Transparenz. Ab 2027 tritt deshalb die Novelle der europäischen Energieeffizienzrichtlinie (EED) in Kraft. Sie führt für viele Betriebe eine verbindliche Energieaudit-Pflicht nach DIN EN 16247 ein. Betroffen sind Unternehmen mit einem jährlichen Energieverbrauch ab etwa 2,77 GWh. Diese Betriebe müssen künftig regelmäßig ihre Energieflüsse dokumentieren und Optimierungsmaßnahmen nachweisen. Nähere Informationen zur Energieaudit-Pflicht finden Sie bei der BAFA.

Eine professionelle Energiekostenanalyse ermöglicht:

  • Transparenz über Strom‑, Wärme‑ und Gasverbräuche
  • Erkennen technischer und organisatorischer Einsparpotenziale
  • Optimierung von Lastspitzen, Tarifen und Netzentgelten
  • Bewertung von Eigenstromerzeugung und Speichern
  • Fundierte Grundlage für Investitionsentscheidungen
  • Vorbereitung auf Energieaudit DIN EN 16247 oder Energiemanagementsysteme (z. B. ISO 50001, wie im Energiemanagement‑Kontext  üblich)
  • Erfüllung der neuen gesetzlichen Nachweispflichten ab 2027 – inklusive strukturierter Datenerfassung, Lastgang‑Auswertung und  Maßnahmenbewertung gemäß EED‑Vorgaben

Was die Energiekostenanalyse leistet

Schritt 1 – Analyse des Stromlastgangs

  • Auswertung 15‑min‑Lastgang (optional 1‑min‑Daten)

  • Identifikation von Lastspitzen und atypischen Lastverläufen

  • Bewertung der Grundlast und Lastverschiebungspotenziale

  • Prüfung der Netzentgeltstruktur und möglicher Reduzierungen

  • Erkennen ineffizienter Betriebsweisen und Leerlaufverluste

Schritt 2 – Analyse der Energieverbraucher

  • Bewertung der Hauptverbraucher (Produktion, Lüftung, Kälte, IT, Beleuchtung)

  • Soll‑/Ist‑Vergleich der Verbrauchsstrukturen

  • Identifikation ineffizienter Anlagen und Betriebszeiten

  • Analyse von Standby‑Verlusten und Regelungsstrategien

Schritt 3 – Analyse der Energieerzeuger

  • PV‑Anlagen, BHKW, Wärmepumpen, Kessel, Kälteerzeugung

  • Wirkungsgrade, Betriebsstunden, Lastprofile

  • Bewertung der Eigenstromnutzung

  • Analyse von Speichern und Lastmanagement

Schritt 4 – Wechselwirkungen zwischen Erzeugung und Verbrauch

  • Optimierung der Eigenverbrauchsquote

  • Lastverschiebung zur Nutzung eigener Erzeugung

  • Bewertung von Überschussstrom und Rückspeisung

  • Analyse paralleler Systeme (z. B. PV + BHKW + Netzbezug)

Schritt 5 – Kaufmännische Optimierung

  • Prüfung von Energielieferverträgen (Strom/Gas)

  • Bewertung von Leistungspreisen, Arbeitspreisen, Blindarbeit

  • Analyse von Netzentgelten, Abgaben und Umlagen

  • Identifikation wirtschaftlicher Einsparpotenziale

Schritt 6 – Technische Optimierung

  • Maßnahmen zur Reduktion von Lastspitzen

  • Optimierung von Regelung, Fahrweisen und Betriebszeiten

  • Effizienzmaßnahmen an Lüftung, Kälte, Druckluft, Wärme

  • Vorbereitung auf Energieaudit DIN EN 16247 oder ISO 50001